Coillashing in St. Petersburg – Härtetest bei Eis und Sturm

Coillashing in St. Petersburg – Härtetest bei Eis und Sturm

Heftige Winde aus Nordost verstärken den klirrenden Frost im Hafen von St. Petersburg. Die Kälte schneidet sich in die Gesichter der Hafen-Crew. Die Mannschaft belädt einen Überseefrachter im Wettlauf mit dem Eis, das sich gerade auf der Ostsee bildet. Eine echte Herausforderung an Mensch und Material.

In der Nacht ist das Thermometer auf Minus 25 Grad gestürzt. Unerwartet früh meldet sich der Winter im Nordwesten Russlands an. Der gesamte Finnische Meerbusen soll bald zufrieren und den Weg über die Ostsee verschließen. Es ist 3 Uhr früh, und das Wetter hat das Zeitfenster für das Beladen des Frachters noch mehr verengt. "Erwarte immer etwas Unerwartetes" - diese Faustregel bewahrheitet sich für die Transportingenieure auch an diesem Morgen einmal wieder. Einkalkulieren müssen sie nicht nur Wetterkapriolen im Hafen, sondern auch Gefahren auf hoher See. Wenn sich im Nordmeer bei Orkanböen riesige Wellen über Deck brechen, wirken ungeheure Kräfte auf das Schiff ein. Ist die tonnenschwere Ladung an Bord nicht optimal gesichert, geht es nicht mehr nur um materielle Schäden. Dann wird es lebensgefährlich für die Schiffsbesatzung.

Mit gekonnten Lenkmanövern stapeln die Kranführer die zylinderförmigen Coils im riesigen Schiffsbauch übereinander. Die Stahlrollen sind ein Härtefall, denn sie sind schwer stapelbar, massiv und zugleich sensibel für starke Bewegungen des Frachters. Wirklich seefest werden sie erst durch sachgerechtes Lashing. Die Profis auf dem Frachter setzen hierbei das TITAN Lashing & Lifting System mit speziellem Stahlband und pneumatischen Spann- und Verschlussgeräten ein. Als wesentlicher Vorteil dieses Systems werden die Hülsen beim Verschließen nur verformt und nicht eingeschnitten. Das sorgt für sehr hohe Dehnwerte und eine Verschlussbruchtlast von mehr als 90 Prozent.

Das TITAN Lashing & Lifting System spart im Vergleich zur Drahtseilverzurrung bis zu 45 Prozent der Material- und Arbeitskosten. Und Wirtschaftlichkeit ist eine wichtige Komponente im harten Verladealltag. "Beim Stauen und Sichern von schweren Stahlprodukten für den Seeverkehr zählt jede Minute", sagt Peter W. Lenzen jr., Geschäftsführer von TITAN. "Die Schiffe werden immer größer und schneller, die Hafenliegezeiten dagegen kürzer. Und auch die Anforderungen an die Sicherheit steigen ständig."

Um 5.15 Uhr hat die Temperatur ihren Tiefpunkt erreicht. Trotz Kälte im Nacken und Eis unter den Schuhen bewegen sich die Männer auf dem Frachter akrobatisch auf den glatten Stahlflächen der oberen Ebene der gestapelten Coils. Die Stahlrollen sind jetzt mehrfach miteinander umreift worden und liegen sicher gestapelt im Schiff. Gegen 6 Uhr ist die Ladung gesichert für den Transport zum Zielhafen. In einer Stunde geht's los. Die Eisbrecher-Eskorte wartet schon.


Bevorzugt von Profis: TITAN Lashing & Lifting System

Das TITAN Lashing & Lifting System sichert schwere Ladung für den Schiffs- oder Bahntransport mit aufeinander abgestimmten Elementen:

Der TITAN Crimpspanner entwickelt mit 20.000 Newton eine extreme Spannkraft. Der pneumatische Antrieb verfügt über einen Vorwärtsgang zum Spannen und einen Rückwärtsgang zur Bandkorrektur oder zur Entnahme des Gerätes aus der fertigen Umreifung.

Die pneumatischen TITAN Crimpzangen DCR und SCR stellen einen festen Crimpverschluss her. Hülsen und Verpackungsstahlband werden an den Seiten verformt, jedoch nicht eingeschnitten. Das erhält die volle Tragfähigkeit des Bandes und bietet eine zusätzliche Dehnung.

Das TITAN Megaband Spezial und die NCR-Crimphülsen sichern eine extrem feste Umreifung. Die Stahlbandschere B 50 BR, ein Abroller sowie eine Wartungseinheit komplettieren das System.

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