Der Zisch zum Glück

 

Der Zisch zum Glück

Die Getränkedose ist eine runde Sache. 16 Milliarden Mal im Jahr geht sie bei der Ball Packaging Europe GmbH vom Band. TITAN-Technik umreift nahezu die gesamte Produktion des Unternehmens und sorgt dafür, dass Dellen keine Chance haben. New Jersey, Anfang der 1930er Jahre: Der aus Deutschland eingewanderte Bierbrauer Gottfried Krueger tüftelt mit seinen Mitarbeitern an einer neuen Verpackung für seinen Gerstensaft. Die Idee: Statt in Flaschen füllen sie das Bier in kleine runde Dosen aus Blech. 

Am 24. Januar 1935 kommt das erste "Krueger's Beer" auf den Markt. Die Büchse ist ganz schön schwer und muss mit einem Metallpflock aufgestochen werden. Aber schnell wird klar: so eine Dose ist enorm praktisch und hält den Inhalt lange frisch. Noch im selben Jahr wird das neu verpackte Bier 200 Millionen Mal verkauft.

Heute ist die Getränkedose mit etwa 20 Gramm fünfmal leichter als der Pionier. Ob Prosecco, Energy-Drink, grüner Tee oder roter Wein - es gibt kaum ein Getränk, das nicht auch in Dosen vermarktet würde. Der zylindrische Behälter ist zu 100 Prozent licht- und luftdicht und praktisch unzerstörbar. Die leichte, effiziente und ökonomische Verpackung lässt sich außerdem vollständig und unendlich oft recyceln. Einer der führenden Hersteller von Getränkedosen ist die Ball Packaging Europe GmbH. 16 Milliarden Behälter verlassen die Werke des Produzenten pro Jahr - eine riesige Menge, die unbeschadet durch ganz Europa transportiert werden muss.


So lecker kann Blech sein Knack, zisch, ratsch - aaah. So kennen und mögen wir die Dose. Mit Dellen in der dünnen Wand bleibt das Produkt aber meist ein Ladenhüter.

Für den Schutz des ultraleichten Materials auf dem Weg zum Abfüller sorgt deshalb Umreifungstechnik von TITAN. Rolf Schamber arbeitet bei Ball Packaging als Ingenieur der Fertigungstechnik im Werk Weissenthurm. Er weiß, worauf es ankommt. "Bei einer täglichen Kapazität von etwa 7,7 Millionen Dosen allein in unserem Werk sind zuverlässige Abläufe am Ende der Produktionskette ein Muss", sagt er. "Bei der Umreifung ist es wichtig, die fast drei Meter hohe Palettenladung aus leeren Dosen zu schützen und gleichzeitig durch eine optimale Bandspannung stabil zu halten. Die TITAN-Technologie erfüllt dies ausgezeichnet", so Rolf Schamber.


Hightech für Hochgestapeltes

Die an den Ball-Standorten in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden eingesetzten TITAN-Anlagen erfüllen strengste Vorgaben an Wirtschaftlichkeit, Sauberkeit und Sicherheit. Sie sind konzipiert für die Härten einer 24-Stunden-Produktion. Was dies von der Technik fordert, weiß TITAN-Außendienstmitarbeiter Volker Hardt. "Unser Know-how steckt schon in der Zuführung zur Anlage, denn wir haben eigens für diese Linie einen Kettentransport entwickelt." Wie rohe Eier chauffiert die Fördertechnik die dünnwandigen Behälter behutsam zum Palettierer. Bis zu 23 Etagen aus Dosen- und Zwischenlagen ergeben ein Packstück von fast drei Metern Höhe. Den oberen Abschluss bildet ein Deckrahmen, der die Dosenlagen stabil hält.

Zum Schluss wird die Palette je zweimal über Kreuz von der VK 10-Anlage von TITAN mit geprägtem PET-Band umreift. "Es ist 9 Millimeter schmal, aber sehr beständig", erläutert Volker Hardt. "Die Kräfteverteilung ist für diese Palettendimension optimal." Zuverlässige Technik, das richtige Band und moderne Bedientechnik, mit der die Mitarbeiter jederzeit in den Ablauf eingreifen können - für Rolf Schamber alles gute Gründe für den Einsatz der TITAN-Anlagen in den europäischen Ball-Werken. In Sachen Verpackungseffizienz passt nämlich alles perfekt zusammen: "Mit bis zu 9.000 Stück auf einer Palette sind Getränkedosen echte Raumwunder", sagt er. "TITAN sorgt dafür, dass dieser Vorteil auch beim Transport und bei der Lagerung erhalten bleibt."

„Guten Tag, ich bin Ihre Dose.“

Im eigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Bonn tüfteln Maschinenbauingenieure, Physiker und Chemiker von Ball Packaging Europe ständig an Material und Verarbeitung. Sie sorgen dafür, dass Neuheiten wie wiederverschließbare Dosen auf den Markt kommen oder Modelle, die aufgrund spezieller Lacke die ideale Trinktemperatur anzeigen. In Planung sind Dosen, die bei Bedarf Duftaromen abgeben, gestochen scharfe Aufdrucke zeigen und dank eingearbeiteter Technik mit den Handys der potentiellen Käufer kommunizieren können. Dann würde uns das Getränk im Supermarkt mit einer leuchtenden Aufschrift auf der Dosenwand persönlich begrüßen.

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